Werkverzeichnis Georg Kolbe
(Stand: 16.06.2026)
Das große, aus einer mittleren Version (W 22.007) abgeleitete Gipsmodell der „Brunnentänzerin“ stellte Kolbe in der Frühjahrsausstellung der Berliner Akademie der Künste 1922 aus. Er setzte sich hier mit seiner berühmtesten und beliebtesten Plastik überhaupt, der „Tänzerin“ von 1911/12 (W 11.030) in der Berliner Nationalgalerie, auseinander. Vor allem die Haltung mit den ausgestreckten Armen erinnert an das Vorbild. Allerdings war die Komposition erheblich komplizierter, vor allem deshalb, weil die Gestalt nur auf einem Bein steht. Die Überkreuzung der Unterschenkel gemahnt an die „Badende“ von 1914 (W 13.012), ihre Bewegung ist aber ungleich ekstatischer.
1922 ließ Kolbe in der Gießerei Noack zwei große Tänzerinnen gießen, was in einer Zeit zunehmender Inflation nur bei vorliegenden festen Bestellungen denkbar ist. Die erste war vermutlich für den „Tänzerinnen-Brunnen“ von Heinrich Stahl vorgesehen gewesen (W 22.009).
Die zweite Figur, die auf einem kantig geschliffenen Steinsockel montiert war, gelangte in den Garten der Villa von Dr. Fischer in Köln-Marienburg, wo sie allein inmitten einer Rasenfläche stand, bevor der Garten Mitte der 1920er-Jahre durch Heinrich-Friedrich Wiepking-Jürgensmann neu gestaltet wurde. Die Bronzefigur war nun in einem Wasserbecken auf der Rückseite des Hauses positioniert. Bald aber hatte der Besitzer sie abgeben müssen. Im Sommer 1935 stieß der Schweizer Kolbe-Sammler Emil Mauser auf die Figur und es gelang ihm, die „Brunnentänzerin“ zu erwerben. Aus der Enkelgeneration gelangte die Bronze 2006 in London zur Auktion.
1922 ließ Kolbe in der Gießerei Noack zwei große Tänzerinnen gießen, was in einer Zeit zunehmender Inflation nur bei vorliegenden festen Bestellungen denkbar ist. Die erste war vermutlich für den „Tänzerinnen-Brunnen“ von Heinrich Stahl vorgesehen gewesen (W 22.009).
Die zweite Figur, die auf einem kantig geschliffenen Steinsockel montiert war, gelangte in den Garten der Villa von Dr. Fischer in Köln-Marienburg, wo sie allein inmitten einer Rasenfläche stand, bevor der Garten Mitte der 1920er-Jahre durch Heinrich-Friedrich Wiepking-Jürgensmann neu gestaltet wurde. Die Bronzefigur war nun in einem Wasserbecken auf der Rückseite des Hauses positioniert. Bald aber hatte der Besitzer sie abgeben müssen. Im Sommer 1935 stieß der Schweizer Kolbe-Sammler Emil Mauser auf die Figur und es gelang ihm, die „Brunnentänzerin“ zu erwerben. Aus der Enkelgeneration gelangte die Bronze 2006 in London zur Auktion.